Sonntag, 29. Juni 2014

Backsteingotik-Tour

Die Unterschiede der damaligen Zivilisationen sind bemerkenswert: zur Zeit des Rütlischwurs pflasterten in den reichen Hanse-Städten die Bewohner schon monströse Backsteinbauten hoch - und jeder einzelne Backstein wurde von Hand gefertigt!

Wir besuchen die Hanse-Städte Wismar, Stralsund, Greifswald und Rostock (in dieser Reihenfolge).

Wismar


Gemütlicher Seehafen Wismar (östlich des alten Hafens)

Libertine und die ersten Backsteine im Hintergrund!

Skippertraining auf dem Boden des ehemaligen Kirchenschiffs St. Marien

St. Nikolai 

Wismar nach 19 Uhr: ausgestorben? 

Auch hier: kein Mensch!

und im alten Hafen auch niemand!

Eine menschenleere Stadt Wismar an einem lauen Frühsommerabend?
Dies kann nur eines bedeuten: Deutschland spielt einen WM-Fussballmatch!



Zwischenhalt Kühlungsborn

Stralsund


Immer noch mit Westwind segeln wir an Hiddensee vorbei nach Stralsund. Die Etappe absolvieren wir bei viel Wind schneller als 6.2 kn im Durchschnitt und haben daher kaum Zeit zum Fotografieren.


Rathaus Stralsund

Tauchgang?   Nein, Ozeanum!  

Marienkirche nach 366 Treppenstufen: gewaltige Aussicht!

Was auffällt: Kirchenschiffe sind hier extrem hoch

Greifswald


Die Mühe mit zwei Brücken sparen wir uns und fahren mit dem Zug in 20 Minuten nach Greifswald.


St. Nicolai-Dom in Greifswald

Hiddensee


Hafen Vitte: die CH-Flagge hat Spezialwind

Dornbusch mit Blick Richtung Rügen

Muss auch drauf: Leuchtturm Dornbusch

180 Grad Panorama, Dornbusch/Hiddensee... 

...und die andere Seite

Auf Hiddensee unterwegs: zwischen Vitte und Neuendorf

Warnemünde und Rostock


Abendstimmung Warnemünde

Stasi-Knast von Rostock (Bild ist "geklaut")

Beim Besuch des Stasi-Knasts werden wir in die Produktion einer NDR-Reportage "verwickelt". Grund der Reportage: die eindrückliche DDR-Bilderausstellung (Beispiele http://www.gruesse-aus-der-ddr.de/index.html) untermauert der Künstler Sigfried Wittenburg mit persönlichen Erlebnissen aus seiner DDR-Zeit.




Mittwoch, 28. Mai 2014

Schweizer Banker in der Schlei?

Es darf vermutet werden, dass das "Duo Infernale" mit Namen Dougan und Rohner die Schlei besucht hat. Anders ist die Existenz der Lügenbank im Museumshafen von Kappeln nicht zu erklären.




Ein weiteres Indiz liefern die vielen Kielhölzer, die hier in den Rümpfen der schönen Holzschiffe rumschwimmen. Nur wird im Schiffbau ein Kielholz auch "Kielschwein" genannt. Recht haben die Schiffbauer!

Mehr Information für die Blogleser im Norden: http://www.derbund.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Der-lautlose-Abgang-eines-Maechtigen/story/21521205

Sonntag, 25. Mai 2014

Bastelwoche

Nein, ich war nicht segeln! Dafür bin ich mit meinem neuen Projekt einen Schritt weiter gekommen:

eine TARGA-Hanse!


Fotomontage: so soll es am Schluss aussehen!

Die GFK-Teile entstammen einer Winterarbeit tausend Kilometer südlich der Libertine – und sie passen!

Warum diese Mühen? Einige Gründe rechtfertigen die radikale Gesamtlösung:
  • die Original-Sprayhood von W&R ist mir zu unförmig für diese Bootsgrösse 
  • der Durchgang seitlich der Sprayhood nach vorne ist daher ungesichert und eng 
  • die 4-fach-Übersetzung der Original-Grossschot ist ungenügend 
  • ein Traveller fehlt und wenn er nicht fehlen würde, wären die Schienbeine zerschunden 
  • eine Patenthalse kann die Crew mit der Schot einklemmen (schon passiert!) 
  • das Boot „von der Stange“ bekommt jetzt ein eigenständiges Erscheinungsbild. 
Beide Teile sind mit Glas und Epoxi als Sandwichelemente laminiert und zusammengesetzt. Sie wiegen roh 10 kg resp. 8 kg.


So etwas will ich nicht...

...und so etwas auch nicht!


Jetzt der Reihe nach:

Kartonmodell (hälftig) und Malle 

Bügel zuerst mal mit 1mm dicken GFK-Platten beplankt

Test in April am Bodensee bei einer H325-Einwasserung

Passt schon recht gut!

Bereit zum Transport in den Norden

 Staubige Libertine aus dem Winterlager

Seitenansicht noch gewöhnungsbedürftig

Jetzt hat es seitlich Platz für den Durchgang!

mein schönster Arbeitsplatz!

Da ich den Targabügel zu elastisch empfinde und die Werft im Moment wenig Zeit für die Fertigstellung hat, nehme ich die Teile wieder in den Süden mit und verstärke sie.

Beim letzten Foto sieht man, dass ein Negativ der Sprayhood-Konsole mit GFK laminiert und mit der GFK-Sprayhood  ("Hard Dodger") verbunden ist. Man sieht auch, dass die von Hanse lausig montierte Verriegelung des Steuermannsitzes verbessert wird. Jetzt sitzt das Teil mit ca. 0.5 mm Toleranz perfekt und kann nicht mehr einfach von Bord fallen.

In der Fisch-Hütte gibt es an einem Tag Labskaus und das muss ich probieren! Alle fragen neugierig, ob ich's gern habe - aber natürlich!

Labskaus mit Matjes 

Der kleine Hafen beherbergt urchige *) Segler mit interessanten Geschichten. Viele von ihnen führen ein eigenes kleines Geschäft und sie schätzen die Nähe und den unkomplizierten Zugang zur familiären Werft Boat & Living.  Es wird viel geklönschnakt und manchmal auch Bier getrunken.

*) schweizerdeutsch und heisst urwüchsig, echt



Mittwoch, 26. März 2014

Törnplanung und Internet

Vor ein paar Wochen bekam ich vom deutschen Mobile-Provider (Prepaid) eine SMS: Gespräche in ganz Europa (inkl. Schweiz) kosten 11 Cts. pro Minute und 120 MB Surfen für eine Woche kostet EUR 4.99. Jetzt gibt es keinen Grund mehr bei der täglichen Törnplanung auf das Internet zu verzichten.

Geräte

Android-Phablets bieten sich geradezu an. Sie wollen mit Micro-SIM-Karten bestückt werden, was bei der SIM-Kartenbestellung zu berücksichtigen ist. Wegen des guten Preis-/Leistungsverhältnisses hat mir das Fonepad 7 von ASUS besonders gut gefallen (das ME372 scheint weniger reparaturanfällig wie das ME371 zu sein).

Im Google-Play schalte ich auf den Törns die Updates aus, damit Surf-Guthaben nicht unnötig verschleudert wird. Selbstverständlich gilt dies für alle Geräte, die von einem Tethering profitieren wollen. PC's lasse ich zu Hause: diese updaten ziemlich unkontrolliert im Hintergrund und fressen das ganze Guthaben in kürzester Zeit.

Apps

Die nachfolgenden Apps habe ich schon ausprobiert resp. sie sind bei mir im Einsatz. Für die Zuverlässigkeit gebe ich keine Gewähr.

Windfinder

Simple App für überschaubare Wetterverhältnisse. Die Favoriten-Orte können schon zu Hause definiert werden. Winddreher in den nächsten 24h werden zuverlässig angezeigt, Windstärken können bis 1 Bft abweichen. Der Super-Forecast in der gekauften Version ist mit viel Vorsicht zu verwenden.






Sailgrib

Wenn's in der Wetterküche brodelt, bringt Sailgrib die notwendige Übersicht. Daten werden per Email abgeholt (praktisch, wenn nur eine Inmarsat-Verbindung steht). Datenumfang und Zeitabstände können individuell konfiguriert werden.











Sailgrib WR

Wer seine Schiffspolaren kennt, kann auch optimierte Törnschläge berechnen lassen. Vor wenigen Jahren kosteten solche PC-Programme noch ein Vermögen!












Navionics

Ein "Muss" für alle Segler. Wegen der Datenmenge verzichte ich auf HD- und andere Features.















GMDSS Radio

Alle Schiffsdaten (MMSI etc.) können eingegeben werden und daraus resultieren individualisierte Funkspruchvorgaben – sehr praktisch!













Tracks

Simple Google-App, die während des Trackings nicht viel Strom verbraucht.
















Marine Traffic

Wer kein AIS auf dem Plotter hat, dem hilft diese App – aber nur wenn eine Internet-Verbindung vorhanden ist! App saugt gerne viel Daten, d.h. nicht zu lange online bleiben!












Oruxmaps

Offline verwendbar, sofern die Karten zu Hause geladen werden. Bin noch am Üben im Zusammenhang mit Openseamap. Ziemlich umfangreiche App mit vielen Einstellungen.













Ankerwache

Damit ärgere ich den Regattachef unseres Clubs auf dem Start-/Zielschiff!
















GPS-Status

Diese App hilft um schnell den Status der GPS-Verbindung zu überprüfen.

















Diese Auflistung von Apps ist nicht abschliessend und in wenigen Monaten ist sie sicher schon wieder veraltet – trotzdem wünsche ich viel Spass!



Freitag, 13. Dezember 2013

Törnplanung 2014

Eigentlich wäre St. Petersburg an der Reihe. Diese Reise ist aber wegen Veränderungen am Boot (davon später) auf 2015 verschoben. Jetzt stehen dafür ein paar Entdeckungstörns der westlichen Ostsee auf dem Programm.

Mai 2014

Wegen Arbeiten an der Libertine bleibt der Standort in Heiligenhafen. Bei schönen Verhältnissen sind natürlich Tagestörns möglich.

Juni 2014

Die Libertine wird an den "Geburtsort" Greifswald überführt. Ziel ist nicht unbedingt die Werft, sondern die Tuchwerkstatt.



Juli 2014

Zurück nach Heiligenhafen geht es über Umwege. Ein paar Badeorte sind natürlich auch dabei.



August 2014

In der Hoffnung auf einen warmen August steht Seeland Rund mit Kopenhagen und die Dänische Riviera auf dem Programm. Ob die Rundung im Uhr- oder Gegenuhrzeiger stattfindet, wird kurzfristig entschieden. Schlenker in die Dänische Südsee und nach Samsoe sind möglich.



September 2014

Die Flensburger Förde fehlt noch in der Törn-Kollektion - Faaborg ebenfalls.




Sonntag, 1. Dezember 2013

Kalter Süden II

Wie schon im letzten Jahr hat der Winter bei uns früher Einzug gehalten als in Nordeuropa: während in Heiligenhafen die Temperaturen bis auf 8 Grad steigen, knirscht bei uns auch tagsüber der Schnee unter den Schuhen.

Trotz kalter Bise eine schöne Stimmung...

...mit Blick vom Zürichsee in Richtung Ostalpen